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Seemonster in Island

Island 🇮🇸

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Seemonster in Island

Seemonster gehören zur Mythologie und Folklore vieler Kulturen. Und somit auch zur ihrer Geschichte. Von Nessie im Loch Ness über den Kraken in den nordischen Legenden bis hin zu Leviathan, der in biblischen Texten auftaucht: die Vorstellung von gewaltigen Wesen in den Tiefen der Meere fasziniert die Menschheit seit Jahrhunderten. Diese Wesen spiegeln oft die Angst vor dem Unbekannten, aber auch den Respekt vor den Ozeanen und ihren unendlichen Geheimnissen wieder.

Island ist ein Land voller Geschichten und Sagen, in denen Naturgewalten und übernatürliche Wesen eine große Rolle spielen. Es gibt zahlreiche Berichte über Meeresungeheuer, die an den Küsten gesichtet wurden. Viele dieser Geschichten sind eng mit der traditionellen Lebensweise der Isländer verbunden, die als Fischer oder Bauern direkt mit der Natur konfrontiert waren. Besonders berühmt sind die Geschichten über Wesen wie den Hafmadur und den Fjörulalli, die an den Stränden Islands gesichtet worden sein sollen.

Der Lagarfljótwurm – Islands eigener "Nessie"

Ein weiteres berühmtes isländisches Seemonster ist der Lagarfljótwurm, auch als „isländische Nessie“ bekannt. Er soll in dem See Lagarfljót im Osten Islands leben und wurde bereits im Mittelalter erstmals schriftlich erwähnt. Beschreibungen zufolge handelt es sich um ein riesiges, wurmartiges Wesen mit buckligem Rücken, das sich gelegentlich an der Wasseroberfläche zeigt. Der Legende nach soll der Wurm durch einen verzauberten Goldring gewachsen sein, den ein Mädchen in einen kleinen Wurm gelegt hatte, um ihn großzuziehen. Statt Gold zu bringen, wuchs der Wurm jedoch zu einer schrecklichen Kreatur heran und wurde schließlich in den See geworfen. Bis heute gibt es immer wieder angebliche Sichtungen des Lagarfljótwurms, zuletzt sogar in Form eines Videos im Jahr 2012, das die Debatte um seine Existenz neu entfachte. Unsere Suche verlief diesmal leider erfolglos.

Das Isländische Seemonster-Museum

Wer in Islands Westfjorden unterwegs ist, sollte das Icelandic Sea Monster Museum in Bildudalur besuchen. Das Museum widmet sich den zahlreichen Sichtungen von Meeresungeheuern, die im Laufe der Jahrhunderte bis heute dokumentiert wurden. Besucher können dort Berichte von Augenzeugen lesen, Interviews und Videos ansehen und sich eine interaktive Karte anschauen, die die Geschichten zum Leben erwecken. Die Exponate basieren auf traditionellen Erzählungen und bieten so einen Einblick in die isländische Mythologie und das Mysterium der Seemonster. Außerdem gibt es im Café außergewöhnlich leckere Waffeln mit Rabarber-Marmelade.

Hafmadur & Fjörulalli: Zwei der Seemonster Islands

Hafmadur – Das Halbmenschen-Monster

Der Hafmadur ist eines der seltsamsten Seemonster Islands. Berichte beschreiben ihn als eine Kreatur mit einem menschenähnlichen Oberkörper bis zur Taille, während der untere Teil massiv und unförmig ist. Die Haut des Hafmadur soll dick und ledrig sein, seine Arme zwar menschenähnlich, aber kurz und mit riesigen Krallen statt Fingern. Die Beine seien extrem kurz, breit und mit Schwimmhäuten versehen. Zeugen berichten von seinem schweren, langsamen Gang, der dadurch entsteht, dass er seinen breiten Unterleib hinter sich herzog. Seine riesigen, bösartigen Augen und sein unheimliches Watscheln verstärken den Eindruck einer albtraumhaften Kreatur, die aus den dunklen Tiefen des Meeres kommt.

Fjörulalli – Der Strandgeselle

Der Fjörulalli, auch „Shore Laddie“ genannt, ist das am häufigsten gesichtete Seemonster in Island. Seine Legenden reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Er wird als etwa ponygroß beschrieben, jedoch mit viel kürzeren Beinen. Sein Fell ist mit Seetang und Muscheln bedeckt, und er besitzt ein graubraunes, robustes Äußeres. Seine Bewegungen sind schwerfällig und er ist dafür bekannt, Menschen am Strand heimlich zu verfolgen. In vielen Geschichten versucht er, ahnungslose Spaziergänger ins Meer zu ziehen. Man sagt, wer ihn erkennt, kann sich durch schnelles Rennen oder einen beherzten Sprung über die Kreatur retten. Die Ähnlichkeit zu einem gewöhnlichen Schaf ist natürlich rein zufällig. 

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